Boven im Frühjahr alles gesät und gepflanzt, und jetzt? Im Sommer dreht sich im Garten alles um gießen, ernten und rechtzeitig für den Herbst vorsorgen. Mit den richtigen Gartentipps für den Sommer behältst du den Überblick und holst das Beste aus deiner Grünfläche heraus.
Richtig gießen im Sommer: Wann und wie viel?
Hitze und Sonne sorgen dafür, dass die Erde schnell austrocknet. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist früh morgens oder am späten Abend. Dann verdunstet das Wasser weniger schnell und die Wurzeln können es besser aufnehmen.
Gieße lieber seltener, aber dafür gründlich. So müssen die Wurzeln tief in die Erde wachsen, um Wasser zu finden, was die Pflanze widerstandsfähiger macht. Wer Regenwasser in einer Tonne auffängt, schont außerdem die Umwelt und spart Kosten.
Mulch ist ein weiterer hilfreicher Tipp für heiße Sommertage: Eine Schicht aus Grasschnitt, Stroh oder Rindenmulch auf dem Boden hält die Feuchtigkeit länger in der Erde und verhindert das schnelle Austrocknen.
Düngen: Bis wann macht es noch Sinn?
Dünge deine Pflanzen nur noch bis Mitte Juni mit einem Langzeitdünger. Wer später im Sommer noch stark düngt, regt die Pflanze zu neuem Wachstum an, das dann im Herbst nicht mehr ausreifen kann und anfälliger für Frost wird.
Noch besser als Kunstdünger ist natürlicher Kompost. Er verbessert die Bodenstruktur und gibt Nährstoffe langsam und gleichmäßig ab. Wer noch keinen Komposthaufen hat, legt am besten jetzt damit an. Küchenabfälle wie Gemüseschalen, Kaffeesatz und Eierschalen sind ideales Material.
Ernten und nachsäen: Was tun im August?
Im August ist Hochsaison für die Ernte. Tomaten, Zucchini, Gurken und Bohnen sind dann oft reichlich vorhanden. Ernte regelmäßig, auch wenn du nicht alles sofort brauchst. Pflanzen, die nicht geerntet werden, stellen die Produktion langsam ein.
Gleichzeitig lohnt es sich, im Spätsommer schon an den Winter zu denken. Schnell wachsende Kulturen wie Radieschen, Spinat oder Feldsalat können jetzt noch nachgesät werden und liefern bis in den Herbst frisches Gemüse. Auch Winterzwiebeln werden im Spätsommer gepflanzt.
Was tun bei Hitze und Sonnenschäden?
Starke Sonne kann Blätter verbrennen und Früchte fleckig machen. Besonders empfindliche Pflanzen, wie junge Setzlinge oder frisch gepflanzte Stauden, kannst du an heißen Tagen mit einem Vlies oder einem Tuch vor direkter Mittagssonne schützen.
Auch Schädlinge sind im Sommer aktiv. Blattläuse, Spinnmilben und Schnecken tauchen bei Wärme besonders häufig auf. Kontrolliere deine Pflanzen regelmäßig und handle früh, bevor ein Befall zu groß wird. Hausmittel wie Brennnesseljauche helfen wirksam gegen viele Schädlinge, ohne die Umwelt zu belasten.
Praktische Sommercheckliste für den Garten
- Täglich oder jeden zweiten Tag gießen, am besten morgens früh oder abends spät
- Mulch auf Beete auftragen, um Feuchtigkeit zu halten
- Düngung spätestens Mitte Juni abschließen
- Kompost anlegen oder weiterführen
- Reife Früchte und Gemüse regelmäßig ernten
- Schnell wachsende Wintergemüse im Spätsommer nachsäen
- Pflanzen bei Extremhitze schattieren
- Wöchentlich auf Schädlinge und Krankheiten prüfen
- Verblühte Blüten regelmäßig abschneiden für eine längere Blütezeit
Blühende Beete: So hält die Blütenpracht länger an
Blumen und Stauden blühen im Sommer auf Hochtouren. Damit das so bleibt, ist regelmäßiges Ausputzen wichtig. Schneide verblühte Blüten konsequent ab. Viele Pflanzen treiben dann neue Knospen aus und blühen bis in den Herbst weiter.
Wer Lavendel, Sommerflieder oder andere bienenfreundliche Pflanzen im Garten hat, unterstützt gleichzeitig Insekten in der warmen Jahreszeit. Das ist gut für die Umwelt und macht den Garten lebendig.
Der Garten im Sommer verdient Aufmerksamkeit, nicht mehr Arbeit
Gute Gartentipps für den Sommer laufen auf eines hinaus: regelmäßig kleine Aufgaben erledigen, statt alles auf einmal. Wer jeden Tag kurz schaut, gießt, erntet und prüft, hat weniger Probleme und mehr Freude am Garten. Mit ein bisschen Routine läuft der Sommergarten fast von selbst.
Veelgestelde vragen over Gartentipps Sommer
Wie oft sollte man im Sommer gießen?
Im Sommer sollte man den Garten mindestens jeden zweiten Tag gießen, bei großer Hitze auch täglich. Wichtig ist, den besten Zeitpunkt zu wählen: früh morgens oder spät abends, damit das Wasser nicht sofort verdunstet und die Pflanzen es gut aufnehmen können.
Bis wann darf man im Sommer noch düngen?
Düngen im Sommer sollte man spätestens Mitte Juni abschließen. Wer danach noch düngt, regt die Pflanze zu neuem Wachstum an, das im Herbst nicht mehr aushärtet und dann empfindlicher gegenüber Kälte ist. Natürlicher Kompost ist eine gute Alternative und kann das ganze Jahr genutzt werden.
Was kann man im August noch säen?
Im August lassen sich noch schnell wachsende Gemüsesorten wie Radieschen, Spinat und Feldsalat aussäen. Sie brauchen wenig Zeit bis zur Ernte und liefern noch im Herbst frisches Gemüse. Auch Winterzwiebeln werden im Spätsommer gepflanzt.
Was hilft gegen Blattläuse im Sommer?
Gegen Blattläuse im Sommer hilft Brennnesseljauche als natürliches Hausmittel. Man besprüht damit die befallenen Pflanzen direkt. Früh handeln ist wichtig: Kleine Befälle lassen sich leichter bekämpfen als große. Regelmäßiges Kontrollieren der Pflanzen hilft, rechtzeitig zu reagieren.


